Autor: Daniel Görtz, Geschäftsleitung, NOVAGO
Bildquelle: unsplash.com | Igor Omilaev
Künstliche Intelligenz (KI) ist längst mehr als ein Hype – sie verändert die Arbeitswelt spürbar und hält zunehmend Einzug in kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Viele Anwendungen versprechen mehr Effizienz, bessere Entscheidungen und neue Möglichkeiten im Arbeitsalltag. Als IT-Dienstleister für kleinere Unternehmen gehören KI-Lösungen nicht direkt zu unserem Leistungsportfolio – dennoch setzen wir uns intensiv mit dem Thema auseinander. Denn: Wer heute IT-Infrastruktur betreut, muss Entwicklungen rund um KI und Datenschutz verstehen – besonders im Hinblick auf die DSGVO und mögliche Auswirkungen auf den Unternehmensalltag. In diesem Beitrag geben wir einen praxisnahen Überblick über Künstliche Intelligenz im Mittelstand, typische Anwendungsfelder, klare Grenzen – und zeigen, worauf Unternehmen beim Datenschutz im Zusammenhang mit KI achten sollten.
Was kann KI heute wirklich leisten?
Moderne KI-Anwendungen leisten heute Erstaunliches: Sie erkennen Sprache, analysieren Texte, prognostizieren Trends und übernehmen einfache Routineaufgaben. Besonders in Bereichen wie Kundenservice, Datenanalyse oder Dokumentenverarbeitung kommen bereits viele KI-gestützte Tools zum Einsatz. Allerdings denken diese Systeme nicht wirklich mit. Sie arbeiten statistisch, greifen auf Trainingsdaten zurück und liefern nur dann sinnvolle Ergebnisse, wenn diese Daten korrekt, vollständig und aktuell sind. Gerade für kleinere Unternehmen heißt das: Nicht jede KI-Anwendung bringt automatisch Vorteile. Der tatsächliche Nutzen hängt stark vom Einsatzbereich und den verfügbaren Ressourcen ab.
Typische Einsatzbereiche von KI – direkt im Büroalltag kleiner Unternehmen
Viele Unternehmen denken bei KI an komplexe Systeme oder Großkonzerne. Tatsächlich steckt künstliche Intelligenz heute aber oft schon in Tools, die im Büroalltag längst zum Einsatz kommen – etwa in Microsoft 365, Google Workspace, Zoom oder modernen Buchhaltungs- und CRM-Systemen. Besonders für kleinere Unternehmen ist das relevant, weil sich KI-Funktionen einfach nutzen lassen – ohne eigene IT-Projekte starten zu müssen.
Einige konkrete Beispiele aus der Praxis:
Diese Funktionen sind oft standardmäßig in der vorhandenen Software enthalten – ohne zusätzliche Kosten oder Konfiguration. Umso wichtiger ist es, zu wissen: Wo steckt KI bereits drin? Was bedeutet das für die Datenverarbeitung? Und wo ist Vorsicht geboten – z. B. beim Thema Datenschutz?
Wo KI an ihre Grenzen stößt
Trotz beeindruckender Fortschritte bleibt KI ein Werkzeug mit klaren Begrenzungen. Besonders folgende Aspekte sollten Unternehmen im Blick behalten:
Kleine Unternehmen fahren am besten, wenn sie KI bewusst einsetzen – gezielt, pragmatisch und mit gesundem Realismus.
Datenschutz und KI: Was die DSGVO verlangt
Viele KI-Anwendungen nutzen personenbezogene Daten – etwa Namen, E-Mail-Adressen oder Nutzungsverhalten. Deshalb spielt der Datenschutz eine zentrale Rolle. Die DSGVO stellt dabei klare Anforderungen:
Unternehmen, die KI einsetzen oder Tools mit KI nutzen, sollten Datenschutz und Fairness immer mitdenken – nicht nur aus rechtlichen Gründen, sondern auch aus Verantwortung gegenüber Kunden und Mitarbeitenden.
Fazit: KI verstehen – auch ohne eigene Lösungen
Auch ohne eigene KI-Projekte lohnt es sich, die Entwicklung im Blick zu behalten. Viele Softwarelösungen nutzen bereits heute KI im Hintergrund – teils sichtbar, teils unbemerkt. Wir von NOVAGO bieten KI-Lösungen zwar nicht direkt an, aber wir beobachten die Entwicklungen genau. Mit dem Ziel Ihnen dabei zu helfen, die technischen, organisatorischen und datenschutzrechtlichen Rahmenbedingungen zu verstehen. So behalten Sie den Überblick – und können fundierte Entscheidungen für Ihr Unternehmen treffen.
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Sprechen Sie uns gern an – wir beraten Sie verständlich, ehrlich und praxisorientiert.